Wir unterstützen gerne und mit Überzeugung das Projekt „Smart-user“. Internet und Handy gehören zum Alltag der Jugendlichen, auch besonders bei gehörlosen und schwerhörigen Jugendlichen. Hier können sie ein paar Kommunikationsbarrieren, die ihnen im Alltag das Leben erschweren (Kommunikation in gesprochener Sprache ist für hörgeschädigte Jugendliche oft mühsam und von häufigen Missverständnissen geprägt), umgehen. Im Internet können sie schriftlich bzw. per Webcam in Gebärdensprache kommunizieren. Das eröffnet ihnen neuen Möglichkeiten: zum einen im Kontakt mit anderen hörgeschädigten Jugendlichen, die sie wegen der entfernt von einander liegenden Wohnorte nicht so häufig real treffen können; zum anderen mit hörenden Gleichaltrigen, zu denen sie wegen der Schwierigkeiten in der verbalen Kommunikation sonst möglicherweise keinen Kontakt hätten.
Gleichzeitig birgt das Internet für diese Zielgruppe auch besondere Gefahren. Nicht oder nur eingeschränkt hören können, bedeutet auch immer von vielen Informationen abgeschnitten sein, weil man sie nicht hört bzw. die Schriftsprache (die man über das Hören lernt) nur unzureichend beherrscht. D.h. gehörlose und schwerhörige Jugendliche verstehen Warnungen evtl. nicht, erkennen Gefahren zu spät und wissen oft nicht, wie sie sich präventiv schützen oder zumindest im Nachhinein wehren können.
Deshalb waren wir sofort von der Idee des Projekts begeistert und haben unsere Unterstützung durch unseren Einsatz als Gebärdensprachdolmetscher/in während Workshops und der Kreativwochenenden gerne zugesagt.
Asta Limbach und Roman von BergLoor Ens GbR